Präambel
Zweck des Vereins ist die Weiterführung des Projektes „TraumAMann“, das von 2019 bis 2024 vom Bayerischen Sozialministerium als Förderprojekt im Rahmen von „Gewaltloswerden Bayern“ für von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffener Männer* mit Erfolg betrieben wurde. Es wird eine Erweiterung des Konzeptes in den Zielen (s. u.) dargestellt.
Männer* und Jungen* sind für uns alle Personen, die sich als „Mann“ bzw. „Junge“ definieren oder sich als solche zu erkennen geben.
Das gilt auch für trans, inter- oder nicht-binäre Männer und Jungen.
Dem Erleben von Krisen gehen oft traumatische Erfahrungen voraus. Bereits einmalige Erlebnisse, wie z.B. Unfälle, erlebte Bedrohungen, Kriegserfahrungen aber auch wiederholte Gewalterlebnisse in der Kindheit, wie z.B. körperliche Gewalt, emotionale oder körperliche Vernachlässigung, sexuelle Gewalt, können tiefgreifende Verletzungen hinterlassen und zu einer Traumafolgestörung führen.
Diese können zu Problemen in folgenden Bereichen führen:
- Zwischenmenschliche Beziehungen,
- Alltagsbefähigung,
- Konzentration und Gedächtnis,
- Sexualität,
- Gesundheit
Oft haben Männer* und Jungen*, die von Gewalt betroffen sind, psychische Vorbelastungen bzw. bereits im Vorfeld Täter*innen-Opfer-Verhalten erlebt. Traumatische Erlebnisse können begleitet sein von Wut, Scham, Schuld und führen häufig auch zu Vertrauensverlust zu anderen Menschen.
Folgeerfahrungen sind oft Ohnmachtsgefühle und eine innere Isolation. Hier eignen sich neben der Eingangsberatung, weitergehenden und fortlaufenden persönlichen Beratungen, auch Hilfeleistungen in Einzel- und Gruppensetting, als auch durchgängige niederschwellige Stabilisierungs- und Reorientierungs-Angebote.